Freitag, 26. Januar 2007

Die erste Arbeitswoche

Soo, ihr habt euch sicher schon gefragt, wann ich denn mal wieder schreiben wuerde.
Die erste Woche in Apsara TV war reichlich anstrengend und wie zu erwarten war auch mit sehr vielen neuen Erfahrungen beladen.
Am Montag erfuhren wir, dass wir schon am Dienstag eine Sendung drehen sollten. Es ist ueberaus ungewoehnlich, dass die neuen Praktikanten gleich am ersten Tag die zweistuendige MTV Sendung fuer das kommende Wochenende planen und umsetzen.
Ungluecklicher Weise sind die meisten Mitarbeiter hier auch nicht so erfahren, dass man viel von ihnen lernen koennte. Im Gegenteil, so unbedacht Pascals Aussage auch zunaechst klang, in gewisser Weise muss man die Arbeit hier tatsaechlich als Entwicklungshilfe sehen.
Der Dreh verlief entsprechender Weise sehr unvorhersehbar. Gleiches gilt fuer den Schnitt.
Nicht nur, dass man nur wenig von dem Inhalt mitbekommt (fragt nicht, wie wir das hier schneiden!), auch ist das Personal eher unzuverlaessig.
Dann passiert es halt, dass ploetzlich die Mitarbeiter mitten waehrend der Dreharbeit ihre Sachen packen und gehen, weil Feierabend ist.
Persoenlich verstehe ich mich mit meinen Mitarbeitern (sowohl den einheimischen, als auch den Auslaendischen) ganz gut.

Ihr braucht euch also keine Sorgen zu machen, das Heimweh hat noch nicht ueberhand genommen. Tatsaechlich dachte ich gestern Abend, nachdem wir alle in einem Biergarten (mal wieder) waren, dass es doch tatsaechlich schade werden koennte, nach drei Monaten hier zu gehen.
Laenger bleiben stellt fuer mich allerdings nicht wirklich eine Option dar. Nicht zuletzt, weil es beruflich hier nicht allzu viel zu entdecken gibt...

5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Nanu? Doppelt hält besser? Die Arbeitswoche muss wirklich sehr anstrengend gewesen sein ;-]

Anonym hat gesagt…

Aha, die Glühlampe hat Dich elektrisiert... ;-)

Anonym hat gesagt…

Bist du noch da?
Fühl dich umarmt!

aili mit (mal wieder) nur drei stunden schlaf...

P.S. Wie jetzt: Länger bleiben??!

Tobi hat gesagt…

Klar bin ich noch da, warum denn nicht?

Andreas hat gesagt…

Musste heute daran denken, dass für ein Film-Praktikum Thailand nicht schlecht gewesen wäre. Immerhin gibt es sowas wie einen Thailändischen Film und mit Tony Yaa nun sogar jemanden, den man über die Landesgrenzen hinaus kennt. Hatte einen neuen dieser Martial Arts Filme von ihm gesehen, dessen Name ich nicht aussprechen kann (sowas wie "Tom Yum Goong"). Natürlich ist das irgendwie alles sehr naiv, sowohl von Handlung als auch Einstellungen, die Kampfszenen allerdings absolut genial choreographiert. Aber eine Szene war dann doch wirklich beeindruckend, wobei ich das zuerst erst gar nicht gemerkt habe: Der Held prügelt sich in der sicher längsten durchgängigen Szene, die es je in einem Martial Arts Film gab, durch so eine Art vierstöckiges Bordell bis zum Restaurant auf dem Dach (wo sein geliebter Elefant leider bereits als Delikatesse verputzt wurde - Grund für weitere Haue). Aber die Szene dauert etwa 4 Minuten und 50 Sekunden (hab keine Stop-Uhr) und ist ohne Schnitt. Erinnert ein wenig an diesen Nicolas Cage Film von DePalma, auch wenn die 12 min oder so war. Aber interessant war das doch und überraschend, weil man mit so einem Einfall in so einem Film gar nicht gerechnet hatte (und es fiel mir erst beim Sehen auf "Hey, wann war eigentlich der letzte Schnitt?"). Tja, normalerweise verbreite ich mich ja nicht so in anderer Leute Blog, aber da es beim Thema Film ja auch irgendwie on-topic ist ...