Donnerstag, 15. März 2007

Bilder aus dem Nordosten

Hier ein paar Fotos aus dem Nordosten Kambodschas.


Das Marktleben ist als "Stadtzentrum" immer wieder ein riesiges Durcheinander. An allen Ecken und Enden wird im Gegensatz zum deutschen "Guten Tag und auf Wiedersehen" gehandelt, gelacht, gegessen und geplaudert.

So sieht man aus, wenn man sich den ganzen Tag durch den Dschungel kaempft. Kein Vergleich zu jenen organisierten Trackingtouren (vielleicht auch noch auf ausgetretenen Wegen), oder Klettertouren in den Alpen.
Ben vor kambodschas groesstem Wasserfall in Senmonorom (An der Grenze nach Vietnam im Osten - mitte Kambodschas - 30 Meter tief)


Wer nicht das Geld fuer Taxi (ca 20 $) oder Busticket (etwa 10$) hat darf auf der Ladeflaeche eines Pickups (6$) mitfahren. Besonders bei langen Strecken (wir fuhren von Kratie nach Senmonorom - 260 Kilometer) wird es etwas anstrengend, da man sich die ganze Zeit - um sein Leben fuerchtend - mit 25 anderen Menschen an den Seilen auf dem Gepaeck festhalten muss.

Wer nicht glauben will, dass wir verrueckt genug waren, auf diesen Autos auch noch mitzufahren, sollte sich dieses Bild ansehen. Leider ist die Qualität nicht gut, denn ich musste mich da oben gut festhalten, weshalb ich nicht richtig fotografieren konnte.
26 weitere Personen, 5 Stunden Fahrzeit und auf alle Faelle eine wahnsinnig interessante Erfahrung, die ich nicht missen wollen wuerde. (Wenn auch fuer einen Grossteil meines Bekanntenkreises sicher nicht zu empfehlen!)

Statt der Motorräder gibt es im Nordosten noch jede Menge Pferde.

Und Elefanten, die zum Transport und zur Arbeit genutzt werden.

Und fuer ein paar Dollar kann man sogar auf ihnen reiten. Äusserst empfehlenswert.
So weit zu den neuen Eindrücken aus Kambodscha...

Der Nordosten

Die letzte Woche verbrachten wir im Nordosten des Landes. Lumphat liegt etwa in dem Bereich, falls ihr euch die Karte hier rechts anseht.
Und wahrscheinlich war auch das eine der beeindruckendsten Zeiten in diesem Land hier.
Wir haben noch einmal das Leben ausserhalb der "Grossstaedte" kennen gelernt, sind wie die Einheimischen gereist, haben mit ihnen gelebt.
Ich habe sehr genossen, mal auf einer Cashewnussplantage zu arbeiten, auch wenn ich danach total fertig war.
Wir sind auf Elefantengeritten (nein, keine Zootiere, sondern die Arbeitselefanten dort), haben Kambodschas groessten Wasserfall angesehen, im Vulkansee gebadet...
Alles in Allem also wirklich sehr spannende Tage. Fotos werde ich noch hoffendlich nachreichen.
Ein wenig deprimierend war das Problem mit den Minen. Ich hatte nicht angenommen, dass es so viele sein wuerden. Ueberall sieht man Warnschilder und - was noch erschreckender ist - dahinter sind Haeuser gebaut, spielen Kinder...
Ich unterhielt mich mit den Minenraeumern, welche mir erzaehlten, es seien bisher 60.000 Menschen in Kambodscha durch Minen verunglueckt. Oh Mann, das ist hart.
Aber trotz allem war das ein wahnsinnig interessanter Ausflug, denn in Pauschalreisen haette wahrscheinlich niemand uns diese Eindruecke vermitteln koennen, geschweige denn, dass man mit den Betroffenen selber darueber reden kann.

Samstag, 3. März 2007

Eindruecke aus Sihanouk











Sihanouk Ville

So so, lange habe ich nichts geschrieben.
Es gab schon viel zu tun in den letzten Wochen. Nicht zuletzt, dass wir unsere Arbeit geuendigt haben um mehr das Land und die Leute zu erleben, hat einiges veraendert.
Und so hatten wir unter Anderem auch Zeit, in der letzten Woche nach Sihanouk an den Ozean zu fahren. Wenn ich etwas Zeit habe, werde ich ein paar Fotos zeigen.
Es ist auf alle Faelle eine sehr interessante Gegend. Auch die Palemenbewachsenen Straende sind aeusserst erholsam.

Naechste Woche wollen wir in den Nord-Osten fahren um dann endlich in allen Winkeln dieses Landes mal gewesen zu sein. Nicht zuletzt, weil diese Gegend die am wenigsten vom Tourismus beeinflusste sein soll.

Wenn alles nach Plan laeuft, ist danach vielleicht noch einmal ein kleiner Trip mach Vietnam moeglich, doch das wird sich zeigen.
Korea ist leider nicht mehr zu machen, aber es wird wohl wahrscheinlich auch ohnehin nichts werden, ist die Vorbereitungszeit einfach zu kurz gewesen.

Nun gut, soweit zu den neuesten Infos. Man sieht sich bald schon wieder in Berlin...

Montag, 29. Januar 2007

(K)ein Witz

Wie viele Kambodschaner braucht man, um eine Gluehbirne zu wechseln ? Vier - und drei Tage Zeit!
Was wie ein Witz anfaengt, wird wohl nicht mehr so richtig komisch, denn es ist tatsaechlich der Ernstfall eingetreten:

Hatte ich letzten Freitag auf einmal kein Licht mehr, musste irgendwie die Gluehbirne gewechselt werden.
Ich sagte meinem Vermieter bescheid (alleine, ihm ohne Englisch zu benutzen, zu erklaeren, dass die Lampe nicht mehr ginge. Puh, zum Glueck kam eine Passantin vorbei, die gebrochen englisch sprach) und er beschloss, sich der Angelegenheit anzunehmen.
An jenem Tag passierte dann auch leider nichts mehr.

Am naechsten kam er zu uns in die Wohnung mit einer Zange und einem Schraubenzieher. Seltsamer Weise probierte er nicht aus, die Gluehbirne zu wechseln, sondern schraubte den Lichtschalter ab und riss saemtliche Kabel aus der Wand.
Selbstverstendlich schaffte er es nicht, diese wieder hinein zu loeten, geschweige denn, die Lampe zum Funktionieren zu bringen, und liess die restlichen Kabel fuer die Nacht offen in der Wand.

Sonntag frueh kam dann endlich ein "Elektriker" und die Tochter des Vermieters, die ein wenig Englisch sprach, und es wurde versucht, die Gluehbirne zu wechseln.

Der Spass dauerte drei einhalb Stunden und hat zur Folge, dass die Draehte alle zusammen geknotet wurden und somit wann immer der Strom ueber die Sicherung angestellt wird, der Sicherungskasten raucht und stinkt.
Ich hoffe, die Wohnung steht noch, wenn ich heute von der Arbeit komme...

Und wer jetzt denkt, dass dies ein einzelner Ausnahmefall sei, der irrt, denn so etwas passiert hier taeglich. Kambodscha ist keinesfalls ein Land fuer Perfektionisten... *Grummel*

Freitag, 26. Januar 2007

Die erste Arbeitswoche

Soo, ihr habt euch sicher schon gefragt, wann ich denn mal wieder schreiben wuerde.
Die erste Woche in Apsara TV war reichlich anstrengend und wie zu erwarten war auch mit sehr vielen neuen Erfahrungen beladen.
Am Montag erfuhren wir, dass wir schon am Dienstag eine Sendung drehen sollten. Es ist ueberaus ungewoehnlich, dass die neuen Praktikanten gleich am ersten Tag die zweistuendige MTV Sendung fuer das kommende Wochenende planen und umsetzen.
Ungluecklicher Weise sind die meisten Mitarbeiter hier auch nicht so erfahren, dass man viel von ihnen lernen koennte. Im Gegenteil, so unbedacht Pascals Aussage auch zunaechst klang, in gewisser Weise muss man die Arbeit hier tatsaechlich als Entwicklungshilfe sehen.
Der Dreh verlief entsprechender Weise sehr unvorhersehbar. Gleiches gilt fuer den Schnitt.
Nicht nur, dass man nur wenig von dem Inhalt mitbekommt (fragt nicht, wie wir das hier schneiden!), auch ist das Personal eher unzuverlaessig.
Dann passiert es halt, dass ploetzlich die Mitarbeiter mitten waehrend der Dreharbeit ihre Sachen packen und gehen, weil Feierabend ist.
Persoenlich verstehe ich mich mit meinen Mitarbeitern (sowohl den einheimischen, als auch den Auslaendischen) ganz gut.

Ihr braucht euch also keine Sorgen zu machen, das Heimweh hat noch nicht ueberhand genommen. Tatsaechlich dachte ich gestern Abend, nachdem wir alle in einem Biergarten (mal wieder) waren, dass es doch tatsaechlich schade werden koennte, nach drei Monaten hier zu gehen.
Laenger bleiben stellt fuer mich allerdings nicht wirklich eine Option dar. Nicht zuletzt, weil es beruflich hier nicht allzu viel zu entdecken gibt...

Samstag, 20. Januar 2007

Bilder aus Ankor




Und damit Ihr auch glaubt, dass ich dort war, hier noch einige Bilder mit mir drauf:

Kambodschanische Hochzeit


Die Beiden, die dort von dem frischen Ehepaar gefuettert werden sind keine hungrigen Gaeste, sondern jeweils die Eltern der Beiden. Dieser Brauch geht wohl wie viele andere der Feier darauf zurueck, dass eine Ehe mehr ein Geben als ein Nehmen sein soll, was sich eben auch auf die Eltern bezieht.

Und das ist mein Chef Pascal, er singt ein Lied fuer das traute Paar:

Bilder aus dem Bokor Nationalpark (noerdlich von Kampot)



Ein kurzer Trip nach Ankor Wat

Hui,
da muss ich euch doch gleich mal neidisch machen.
Wir waren die letzten Tage in Siem Reap und haben dort nicht nur die Tempelanlage von Ankor gesehen, sondern auch die schwimmenden Doerfer (Bilder folgen). Auch wenn das alles in Echt ein wenig kleiner wirkt, als man denkt (besonders bei der groessten Tempelanlage der Wetlt!), ist es auf alle Faelle einen Besuch wert. Wir waren daher aber nur einen Tag in Ankor War. Nicht zuletzt, weil ein Tag dort fuer Eintritt und Fahrer 36 $ kostet. Aber das lohnt sich!!!
Also los, gleich mal die Tickets nach Kambodscha buchen.Ansonsten laeuft alles soweit ganz in Ordnung. Wir sind troty ueblicher Schwirigkeiten, die es in diesem Land wohl gibt wieder gut in Phnom Penh angekommen.Am Montag beginnt dann der Ernst des Lebens. Wenn man sich allerdings Apsara TV so ansieht, habe ich nicht die Befuerchtung, mit dem Arbeitsdruck nicht klar zu kommen. Im Gegenteil, scheint hier in diesem Land niemand wirklich fuer seinen Job qualifiziert zu sein.Mehr darueber wohl schon bald, dann kann ich euch sagen, ob das Bild stimmt oder nicht...

Dienstag, 16. Januar 2007

Kurze Infos

Nachdem Ihr nun die ersten Fotos aus Phnom Penh bewundern konntet,will ich kurz die neuesten Infos zum Besten geben.

Ben geht es mittlerweile wieder besser und so konnten wir gestern noch in den Nationalpark fahren. Dieser war allerdings nicht so spannend, wie es uns durch den Reisefuehrer schien, weshalb wir statt zu uebernachten nur einen Tag dort blieben.

Ich bin ein wenig erkaeltet und so wollten wir heute auf unserer Reise nach Siam Riap einen Tag zuhause (in Phnom Penh) bleiben und uns erholen.

Morgen frueh gehts dann aber weiter und wenn alles gut geht, sind wir dann Donnerstag in Ankor Wat. Juhuu!

(Fotografische) 1. Eindruecke


Hier ein paar Bilder des Strassenverkehrs. Auf den ersten Blick absolut chaotisch (auf den Zweiten auch!),
aber wenn man erst einmal das System durchschaut hat, findet man sich hier ganz gut zurecht.














Moenche sind hier keine Seltenheit und so ist dieses Bild auch taeglich zu sehen.





Die Menschen freuen sich immer sehr, wenn man sie fotografieren will.
Vermutlich gibt ihnen das ein Gefuehl von Bedeutung.
Daher wird man sogar gelegentlich gefragt, ob man nicht fotografieren will.








Ben im Garten vor dem Nationalmuseum. Manchmal ist es noch immer irgendwie ungewohnt, dass man sich in dieser Palmengegend aufhaelt.
Wie ich schon mal meinte, hat man beinahe das Gefuehl, in einem dieser Filmstudios zu sein.






Ueberall fahren Haendler auf der Strasse herum und bieten ihre Waren an. Der hier war ein freundlicher Kokusnusshaendler.






Grand View und grosse Zimmer!

So, hier sind endlich ein paar Bilder unserer ersten Wohnung. Kein Wunder, dass wir umgezogen sind. Tatsaechlich ist es auch nicht groesser gewesen, als man hier sieht. Kein Tisch, keine Stuehle...
Und im Hintergrund erkennt man vielleicht noch ein wenig die Mauer des naechsten Gebaeudes gegenueber dem "Grand View" (so hiess unser Guesthouse).

Sonntag, 14. Januar 2007

Tag 1 in Kampot

So, da habe ich doch glatt den Internetladen in Kampot, einem kleinen Ort, etwa 140 Kilometer sued-westlich von Phnom Penh, gefunden. Eigentlich schon ein kleines Wunder, dass in einem solch kleinen Ort so etwas existiert...

Der erste Tag unserer Rundreise durch das Land verlief recht ruhig (bis auf die Hinfahrt mit durchschnittlich 90 Meilen durch Dschungel und Kuhherden...) und so sahen wir uns ein wenig den Ort hier an und fuhren im Anschluss zum "Phnom Slaptan" - einem Berg mit vielen Hoehlen, in welche wir auch gleich kletterten. Allerdings war mein (geschriebener) Reisefuehrer da recht optimistisch, weshalb sich "die kleine Klettertour"dann als 3 Meter hohe Steinwaende hinauf und hinunter klettern erwies. Ich weiss nicht, wie oft ich mich bei dem Einheimischen Fuehrer bedankt habe, dass er mich da durchgeschleift hat. Ansonsten haette ich wohl kaum diesen Blog weiterfuehren koennen. (Internet gabs in der Hoehle nicht!)

Ben hat es leider nach diesem Trip zerlegt. Nein, nicht, dass er noch in der Hoehle steckt, aber er scheint sich irgend eine sonderbare "Erkaeltung" zugezogen zu haben. Jedenfalls liegt er jetzt gerade im Bett und schlaeft. Ob wir morgen wie geplant in den Bokor Nationalpark fahren koennen, ist ungewiss.

So weit also zu unserem ersten - und hoffendlich nicht letzten - Tag der Rundreise. Es waere untroestlich, wenn Ankor Wat ausfallen wuerde!!!

Der gestrige Tag war auch ein Ereignis, welches ich mir nicht nehmen lassen wollte: Eine kambodschanische Hochzeit. Unglaublich, wie viel Musik, Tanz und Essen da aufgeboten wurde. Jedenfalls wohl kaum mit einer deutschen Hochzeit zu vergleichen.
Alles hat diesen sonderbaren buddhistischen (?) Stil, immer ein Geben an den Anderen, Apsara-Tanz, irgend ein fuer mich nicht zu durchschauender Khmertanz, dessen scheinbar rythmuslose Musik und Gestik nur schwer zu erlernen ist.
Die Fotos kann ich ja vielleicht mal irgendwann mal zeigen. Es geht ein wenig ins Geld, aber von einigen Bildern kann ich ja vielleicht mal digitale Abzuege machen, dann seht ihr wenigstens, wie es hier aussieht.

Tatsaechlich sind wir noch immer von diesem Land begeistert. Es ist, als wuerde man durch das Set eines dieser Vietnamkriegsfilme laufen. Auf der einen Seite sind da ueberall Palmen, Sonne, weite Ebenen, eine schoener als die andere, zum Anderen sind die Steadte und Haeuser wohl immernoch aus jener Zeit (und reichlich demoliert). Auf den Strassen gibt es ueberall kleine Maerkte und brennende Muellhaufen...

Doch wie ich schon meinte, die Menschen sind sehr freundlich. Manchmal ein wenig zu freundlich, was mich besonders dann jedenfalls stoert, wenn man Abends in Phnom Penh etwas unternehmen will. Anscheinend gibt es niemanden, der Abends nicht (mit Alkohol und anderen lustigen Drogen) feiert bis er umfaellt. Regulierungen, den Drogenkonsum und -Verkauf einzuschrenken, sind wie die Verkehrsregeln ein Witz. Will einen die Polizei anhalten, faehrt man entweder einfach weiter, zahlt ein paar Dollar Schmiergeld oder faengt einfach eine Schlaegerei an. (Ob ich das in Deutschland auch mal so probiere?)
Das betrifft besonders meine Mitarbeiter, was mich als wohl weniger (klassischen) partyfreundlichen Menschen, auf die Dauer ein wenig nervt, wuerde ich auch gerne mal etwas anderes unternehmen, als jeden Abend in diese dunkeln Spilunken abzusteigen.

Und genau da trifft man auch wieder auf jene Klichees, die einem im Kopf herumgehen.
Ganz besonders bei der Prostitution (jedes Geschlecht und Alter ist wohl fuer wenige Dollar zu bekommen) ist dies zu spueren, wenn praktisch jede Frau in Cafés nur als Angestellte des Hauses - im lockeren Fall den Bierkonsum, im nervigeren Fall durch Prostitution - Geld verdienen soll. (Gute Khmerfrauen gehen um acht oder neun Uhr ins Bett!) Wir haben hier die Bars in vier Klassen eingeteilt.
Klasse 1 steht fuer trinken, massieren und streicheln...
Offenbar haben sich alle ausser mir an diese sonderbare Situation gewoehnt, rechtfertigen es mit dem Lebenswandel, der Kultur in diesem Land, was mich nicht wirklich in dieses System integriert. *grummel*

Und so kommt in mir doch trotz der vielen schoenen und beeindruckenden Momente auch oft genug ein gewisses Gefuehl von Heimweh auf und ich denke sehr oft an euch und wie es bei euren niedrigen Temperaturen im Winter wohl so geht. Ich bin jedenfalls schon recht braun geworden und ein Ende ist nicht abzusehen...

So weit zu der ersten Woche in Kambodscha.

Macht es gut Ihr Lieben!
Gruesse aus dem (zu)sonnigen Kampot,
Tobi

Mittwoch, 10. Januar 2007

Erste Eindruecke

Nein, verflucht, dieses Internet hat meinen letzten Blog vermurkst und meine Zeit hier ist begrenzt.
Deshalb kurz eine Zusammenfassung:

Wir erleben hier sehr viel und es scheint mir, als ob wir schon ewig hier waeren.
Wir erleben sehr viel, haben das Olympiastadion, den "neuen Markt", die Silberpagode, den Koenigspalast, das Nationalmuseum und vieles weiteres gesehen.
Die Fuehrungen waren zwar wirklich miserabel - Sprueche wie "und hier sehen Sie schoene Bilder..." sind keine Seltenheit - doch es sind dennoch sehr viele interessante Eindruecke.

Wir haben heute eine Wohnung in der Innenstadt gefunden, so dass wir aus dieser Touristengegend am See im Norden wegkommen und noch naehere Eindruecke von der Bevoelkerung bekommen.

Die Menschen sind sehr hilfsbereit und geduldig, was zumindest einige der Vorurteile widerlegt (genauso wie die ueber die Sicherheit nachts und im Verkehr, welche meines Erachtens nicht so wirklich stimmen), die man bisweilen hatte.
Natuerlich wird man als Tourist oft ueber den Tisch gezogen, doch auch das werden wir lernen, dass man nicht immer Zahlen muss.

Ab Sonntag werden wir wohl fuer eine Woche durch das Land ziehen und Kampot im Sueden und anschliessend Siam Riap (und Ankor Wat) im Norden ansehen. Ab dem 22. wird dann wohl bei Apsara TV gearbeitet, was nach bisherigen Eindruecken kein Vergleich zum deutschen Fernsehen sein duerfte.
Nicht zuletzt, weil es hier - wie wohl in China auch - keinerlei Urheberschutz gibt, was nicht nur dazu fuehrt, dass ueberall Raubkopien angeboten werden, sondern auch diese im Programm ausgestralt werden.

Jedenfalls gefaellt uns das Land wie die Leute, die man hier wesentlich unverklemmter kennen lernt, aeusserst gut und von Heimweh kann keinesfalls die Rede sein, auch wenn ich natuerlich oft genug auch an euch denke...

Sonntag, 7. Januar 2007

Ankunft in Phnom Penh

So ihr Lieben, wider Erwarten klappt es mit den Sprachkenntnissen gut genug, um schon heute ins Internet zu kommen.

Um die dringendsten Fragen zu klaeren: wir sind gut angekommen. Probleme gab es wohl eher auf der Deutschen Seite, wenn etwa der Nachtzug einfach zwei Stunden Verspaetung hat, es aber niemandem mitgeteilt wird.

Der Flug verlief im Grunde recht Problemlos und auch sonst scheint die kambodschanische Buerokratie nicht so komplex zu sein wie die deutsche. So war der Sicherheitscheck wohl eher eine visuelle Musterung und auch die Passkontrolle verlief gaenzlich ohne Probleme.
Vielmehr sind hier wohl viele Dinge viel einfach zu handhaben, weshalb wir uns schon jetzt nachwenigen Stunden gut eingefunden haben.

Die Wohnung, die wir erst einmal fuer die naechsten Tage gemietet haben, ist leider sehr klein und aeusserst aermlich. Dem vielleicht 3 mal 4 Meter grossen Zimmer, in welchem die beiden Betten schon fast saemtlichen Platz belegen und so kein Platz fuer Regale oder Aehnliches bleibt, schliesst sich das "Bad" an, welches vielleicht einen Quadratmeter gross ist, Toilette, Dusche und Waschbecken auf einmal beinhaltet.
Aber gut, fuer den Anfang genuegt es uns sicher, und morgen sehen wir wohl ohne Jetlag nach einer passenderen Wohnung.

Neue Freunde haben wir auch schon gefunden. Es stimmt, was man sagt, die Khmer sind sehr freundlich und hilfsbereit. So sassen wir nun mit unserem deutschen Kontaktmann und Vorgesetzten, Pascal, einem zwar sonderbaren, aber freundlichen Deutschen in einem "Cafe" und plauderten, da stellten wir schon die ersten Kontakte zu den Einheimischen her, was in ein stundenlanges Khmerlernen ausartete. Es ist unglaublich, wie viel man schon versteht, obgleich man niemals dort war. Das mag auch an der Geduld der Khmer liegen, die bereitwillig jedes Wort wieder und wieder sprechen, bis man es versteht. Ben wird nun sicherlich auch beginnen, die Sprache zu lernen, auch wenn man mit Englisch hier in der Hauptstadt wohl so einiger Massen auskommt. Jedenfalls ist es erstaunlich, wie weit man mit ein paar Wochen Khmerlernen schon kommt.

Nun gut, so weit zu den aktuellen Informationen. Bilder werde ich hier im Uebrigen wohl nicht anfuegen koennen, selbst wenn ich es wollte. Die Netzverbindung ist so langsam, dass ich schon bezweifle, diesen Text absenden zu koennen.

Also gut, dann werden wir jetzt wohl einen kleinen Spatziergang durch dieses reichlich verwunderliche aber auch wunderschoene Land machen und uns orientieren.
Ich hoffe, schon bald mehr zu schreiben.
Alles Gute,
Tobi

Mittwoch, 3. Januar 2007

Welcome to: Tobi in Kambodscha

So,
da bin ich also endlich auch zu diesem Bloggertum bekehrt worden. Ich muss gestehen, ich kann dem Ganzen noch nicht allzu viel abgewinnen, aber vielleicht hilft es ja, mit Euch in Kontakt zu bleiben.
Hier also, so Gott und die Fluglotsen wollen, Neuigkeiten aus Kambodscha:

P.S. Ohne näher auf die Gründe eingehen zu wollen, habe ich mich auf vielfachen Wunsch (einer Person) entschieden, die Adresse des Blogs in "LostInKambodscha.blogspot.com" umzuändern. Ich hoffe Du bist glücklich, Aila! ;-)